Leipold - BGB I

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Eine Übersicht über die Grundfragen des BGB

Eine Kurzrezension zu:

Dieter Leipold

BGB I

Einführung und Allgemeiner Teil

3. Aufl., Tübingen: Mohr (Siebeck), 2005, 430 S.
ISBN: 3-16-148433-9

http://www.mohr.de

Das Buch wendet sich an Studenten und zwar sowohl an Studienanfänger als auch an Examenskandidaten. Es deckt den examensrelevanten Stoff voll ab, bemüht sich jedoch um eine sehr verständliche Darstellung, die jedem Leser zugänglich sein sollte. Es dient in erster Linie dem - schwierigen - Einstieg in das bürgerliche Recht. Es stellt auch die Grundbegriffe des Schuld - und Sachenrechts dar, da ohne diese Kenntnisse die Wirkungsweise des "AT" des BGB nicht hinreichend verstanden werden kann. Am Ende eines jeden Kapitels finden sich didaktisch gut ausgewählte Kontrollfragen und Lösungen zu den den in den Kapitel behandelten Fällen, die der Leser allerdings eigenständig erarbeiten sollte.

Bereits das Inhaltsverzeichnis zeigt, dass dieses Buch darauf zielt, beim Leser Verständnis für die Materie zu wecken. So werden in aller gebotenen Kürze im ersten Abschnitt des ersten Teils auch die Entstehungsgeschichte des BGB, rechtspolitische Grundfragen und die Entwicklung seit dem Erlass des BGB dargestellt, das zunehmend unter europarechtlichen Einfluss gerät, was denn auch dargestellt wird. Der erste Abschnitt schließt mit methodischen Hinweisen zur Gesetzesanwendung. Abschnitt 2 entfaltet die maßgeblichen Grundbegriffe des BGB von schuldrechtlichen Vertrag über eigentums- und besitzrechtliche Kategorien, über das Trennungs- und Abstraktionsprinzip bis hin zu den unerlaubten Handlungen.

Der umfangreiche Teil II behandelt die Grundfragen der Rechtsgeschäftslehre, von der Willenserklärung, über den Vertragsschluss bis hin zur Stellvertretung, stellt überdies Rechtssubjekte und die sonstigen Materien des "AT" dar. Die Darstellung besticht durch eine dem didaktischen Anliegen entsprechende sprachliche Gestaltung, die es erlaubt die Strukturen ohne Vorkenntnisse zu verstehen und anschließend auch am Fall anzuwenden.

Das nimmt völlig zu Recht inzwischen einen Spitzenplatz in der deutschen Ausbildungsliteratur ein.