Digitale Rechnungslegung

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Ralf Hansen

Digitale Rechnungslegung

Eine Rezension zu:

Peter Eller

Elektronische Rechnungslegung und digitale Betriebsprüfung

Reihe: Electronic Commerce und Recht, Bd. 8

Erstauflage

Berlin: Erich Schmidt Verlag, 2003, 219 S., 36,80 Euro

ISBN 3-503-07408-2

http://www.esv.info

 

Die elektronische Rechungslegung steckt in Deutschland noch in den Anfängen. Zwar lässt § 14 IV UStG inzwischen eine digitale Rechnungslegung zu, die zum Vorsteuerabzug herangezogen werden dürfen, doch müssen diese mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen sein und darin besteht das eigentliche Akzeptanzproblem. Der Verfasser spricht dies auch in aller Deutlichkeit an. Ziel des Buches ist es daher auch über die gesetzlichen Neuregelungen, die primär das Steuerrecht betreffen, Transparenz herzustellen, was auch für den Leser zutreffen dürfte, der auf diesem Sektor nicht spezialisiert ist, sondern sich schlicht und ergreifend informieren will.

Das Buch beginnt mit einer sehr lesenswerten Einführung in die Grundlagen der elektronischen Rechnungsstellung. und geht dabei auch intensiv auf die Problemkreise rund um die elektronische Signatur ein. Dabei werden die europarechtlichen Vorgaben eingehend herausgearbeitet, um sodann das deutsche Signaturgesetz mit den derzeit vorhandenen Signaturen eingehender vorzustellen.   Das Schaubild zur Abrechnung mit einer fortgeschrittenen Signatur offenbart dabei die vorhandenen Problemstellungen rechtlich deutlich, die auch mit dem Zertifizierungsverfahren zusammenhängen. Teil B behandelt die Rechnungsstellung mit rein elektronischen Unterlagen in der Buchführung auf dem Weg zum "elektronischen Büro", die der Gesetzgeber zum Anlass genommen hat, auch die Befugnisse der Finanzbehörden bei der Außenprüfung erheblich auszudehnen. Die damit zusammenhängenden Fragen werden intensiv aufgearbeitet, wobei § 147 AO eingehende Berücksichtigung findet. Die Probleme werden anhand von Praxisbeispielen vertieft, um im Teil C den Vorsteuerabzug darzustellen. Auch hier zeigt ein gelungenes Schaubild die maßgeblichen technischen Prozesse auf, die sich in Rechtsprobleme übersetzen können. Teil D widmet sich den Fragen der Außenprüfung und den neuen Prüfbefugnissen unter eingehender Erörterung der einzelnen Zugriffsmöglichkeiten, den Pflichten der Betroffenen und denkbaren (legalen) Abwehrmaßnahmen. Teil E schließlich beleuchtet kurz die zivilrechtlichen Neuerungen.

Es gelingt dem Verfasser die neue Rechtslage sehr transparent darzustellen und ein Problembewusstsein zu schaffen, das klare Entscheidungen ermöglicht.