UBGG

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Kommentar

zum Unternehmensbeteiligungsgesetz

 

Eine Rezension zu:

Lothar Vollmer/Thomas Elser

UBGG

Kommentar zum Unternehmensbeteiligungsgesellschaftsgesetz

mit Erläuterungen zur Besteuerung der Kapital-/Unternehmensbeteiligungsgesellschaften

 

Erstauflage

Berlin: Erich Schmidt Verlag, 2005, 360 S., 59,80 Euro

ISBN 3-503-08744-3

http://www.esv.info/3-503-08328-6

 

Sehr viele Mittelstandsunternehmen in Deutschland haben Finanzierungsprobleme, die im vorliegenden Band eingehend dargestellt werden, um für die Kommentierungen des UBGG einen wirtschaftlichen Hintergrund herzustellen. Da Finanzierungen von Banken nur schwer zu bekommen sind, hat sich eine Art alternativer Finanzierungsmarkt herausgebildet, der von den Begriffen "Private Equity", Venture-Capital" und "Mezzanine-Fonds" schlagwortartig bezeichnet werden kann. Unternehmensbeteiligungsgesellschaften nach dem UBGG sind spezielle Formen privater Kapitalbeteiligungsgesellschaften, deren Tätigkeit in Deutschland einer Genehmigung bedarf. Der Begriff wird allerdings allgemein in einem weiteren Sinne verwendet als in diesem Gesetz. Im Zentrum steht die Regulierung bestimmter Finanzierungsfunktionen. Die Kommentierung schlägt hier die Brücke zu den Entwicklungen im Ausland unter unternimmt eine eingehende Analyse des internationalen Beteiligungsgeschäfts.

Die Kommentierung der einzelnen Vorschriften unternimmt es zunächst den sachlichen Anwendungsbereich des Gesetzes zu erörtern und das Konzessionssystem näher zu erläutern, das nur in der Rechtsform von Kapitalgesellschaften betrieben werden darf. Einzelheiten hierzu finden sich in der Kommentierung zu 3 16 UBGG. § 4 bestimmt die Grenzen für Wagniskapitalbeteiligungen. Der Zweck des UBGG besteht insoweit darin, darauf hinzuwirken, dass nicht börsennotierte Unternehmen Wagniskapital erhalten können, die UBG jedoch ihr Anlagekapitel streuen müssen, um eine zeitlich begrenzte Investition in Minderheitsbeteiligungen zu erreichen. Mehrheitsbeteiligungen sind demgegenüber nur in sehr engen Grenzen möglich. Die Kommentierungen arbeitet souverän die Möglichkeiten - auch für die Beteiligung privater Anleger - derartiger Beteiligungsformen heraus, analysiert allerdings auch präzise die Grenzen, deren Einhaltung durch erhöhte Publizitätspflichten und durch weitreichende Befugnisse der Aufsichtsbehörde gekennzeichnet sind. Besonderes Augenmerk gilt in einem weiteren Teil der Kommentierung den Fragen der Besteuerung von Kapitalbeteiligungsgesellschaften, unter besonderer Berücksichtigung offener und geschlossener Fonds.

Die ausgezeichnete Kommentierung bietet eine praxisnahe Darstellung nahezu aller Problemfelder der Unternehmensbeteiligungsgesellschaften.